PRESSEMITTEILUNG 323/2026
Traunstein, den 12.05.26Sanierungsarbeiten auf der Bundesstraße 20 zwischen dem Gewerbegebiet Unterer Sulzbogen und Burghausen starten am 18.05.2026. Abschnittsweise Vollsperrung für insgesamt ca. 6 Wochen
Die Bundesstraße 20 wird nördlich von Burghausen ab Montag, den 18.05.2026 für voraussichtlich etwas mehr als 6 Wochen für den Verkehr voll gesperrt. Die Bauarbeiten umfassen den Abschnitt von der Anbindung des Gewerbegebietes "Unterer Sulzbogen" bis zum so genannten "Wackerknoten" bzw. bis zum Beginn der Burgkirchener Straße. Die Bauarbeiten finden in drei Abschnitten statt. Der Verkehr wird in dieser Zeit weiträumig umgeleitet. Die umfangreichen Arbeiten dauern voraussichtlich bis zum 30.06.2026.
Notwendigkeit der Maßnahme.
Die B 20 zählt im Bereich nördlich von Burghausen mit einem Verkehrsaufkommen von rund 18.000 Fahrzeugen pro Tag zu den am stärksten belasteten Verkehrsadern der Region.
Während Teilabschnitte der Bundesstraße 20 zuletzt 2010 und 2013 saniert wurden, stammt die Fahrbahnsubstanz in weiten Teilen noch aus dem Jahr 1994. Nach 32 Jahren intensiver Nutzung hat die Strecke das Ende ihres Lebenszyklus erreicht.
Optimierte Bauabwicklung in drei Bauabschnitten.
Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung und der Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Burghausen ist für die Sanierung eine Vollsperrung unumgänglich.
Um die Beeinträchtigungen für Pendler, den Güterverkehr und die anliegenden Gewerbebetriebe auf ein Minimum zu reduzieren, werden die Arbeiten in drei aufeinanderfolgenden Bauabschnitten durchgeführt.
Durch diese abschnittsweise Vollsperrung wird sichergestellt, dass die Erreichbarkeit der anliegenden Betriebe bestmöglich aufrechterhalten bleibt und die Umleitungsstrecken entlastet werden.
Der Radverkehr ist auf den vorhandenen Geh- und Radwegen möglich.
Der Bauabschnitt 1 umfasst den Bereich ab der Einmündung der nördlichen Verbindungsrampe der höhenfreien Anbindung des Gewerbegebietes „Unterer Sulzbogen“ bis zur Einmündung der südlichen Verbindungsrampe der höhenfreien Anbindung der Kreisstraße AÖ 24 (Haiminger Straße).
Während der Bautätigkeit in diesem Abschnitt wird der überörtliche Verkehr aus Richtung Norden/Passau kommend ab der Anschlussstelle (AS) Burghausen über die Kreisstraße AÖ 22 (ehemals B 12) in Richtung Neuötting und weiter über die Staatsstraße 2108 zurück zur B 20 geleitet. Der Verkehr aus Richtung München kommend mit Zielrichtung Burghausen wird an der AS Altötting von der BAB A94 abgeleitet und über die B 299 – St 2550 und St 2108 zurück zur B 20 nach Burghausen geführt.
Der Verkehr aus Süden/Burghausen kommend wird über die Burgkirchener Str. bzw. B 20 - St 2107 nach Burgkirchen und über diese weiter bis zur St 2550 geleitet. Von dort wird der Verkehr mit Ziel Passau über die St 2550 und AÖ 22 zur AS Burghausen geführt. Der Verkehr mit Ziel München wird über die St 2550 und B 299 zur AS Altötting geleitet. Sowohl das Gewerbegebiet „Unterer Sulzbogen“ als auch die AÖ 24 (Haiminger Str.) sind während des Bauabschnittes 1 von der B 20 aus erreichbar. Die Arbeiten in diesem Bereich dauern voraussichtlich bis zum 03.06.2026.
Der Bauabschnitt 2 erstreckt sich auf den Bereich von der Einmündung der südlichen Verbindungsrampe der höhenfreien Anbindung der Kreisstraße AÖ 24 (Haiminger Straße) bis zu den Einmündungen der Verbindungsrampen der Burgkirchener Str. am sog. „Wackerknoten“ in Burghausen. Dabei bleibt eine Fahrspur zwischen dem Kreisverkehr am Knoten St 2108 / B 20 und dem „Wackerknoten“ für den Verkehr mit Ziel Burghausen befahrbar, d.h. die Verkehrsteilnehmer aus Emmerting kommend können Burghausen über diese Strecke erreichen. Während der Bautätigkeit im Bauabschnitt 2 wird der überörtliche Verkehr aus Richtung Norden/Passau kommend wie bei Bauabschnitt 1 geführt. Der Verkehr aus Süden/Burghausen kommend wird ab der Burgkirchener Str. in Burghausen wie bei Bauabschnitt 1 geführt.
Die Arbeiten in diesem Bereich dauern voraussichtlich bis zum 19.06.2026
Der Bauabschnitt 3 umfasst den Bereich der noch verbliebenen vierten Fahrspur der B 20 ab dem Kreisverkehr am Knoten St 2108 / B20 bis zum „Wackerknoten“. Die St 2108 ist auf ein kurzes Stück ab dem Kreisverkehr in Richtung Emmerting gesperrt. Während der Bautätigkeit ist die B 20 wieder in beide Richtungen befahrbar. Wegen der Sperrung der St 2108 wird der überörtliche Verkehr aus Richtung Neuötting kommend ab dem Knoten St 2108 / St2356 bei Hohenwart über die St 2356 und St 2107 zur B20 bei Pirach umgeleitet. Der Verkehr aus Süden/Burghausen kommend mit dem Ziel Altötting wird über die Burgkirchener Str. nach Burgkirchen und von dort über die St 2107 nach Altötting geführt.
Die Arbeiten in diesem Bereich sind bis zum 30.06.2026 geplant.
Vorteile der Vollsperrung gegenüber dem Bau unter Verkehr.
Die abschnittsweisen Vollsperrungen sind aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens von 18.000 Fahrzeugen täglich zwingend erforderlich.
Eine Verkehrsführung mittels Ampelregelungen ist aufgrund der sehr hohen Verkehrsbelastung nicht umsetzbar.
Bei einer Verkehrsstärke von 18.000 Fahrzeugen pro Tag würde eine einspurige Verkehrsführung unweigerlich zu massiven Rückstaus in beide Fahrtrichtungen führen. Die Wartezeiten an den Baustellenampeln wären nicht mehr kalkulierbar und ein Erliegen des Verkehrsflusses wäre zu befürchten. Das Risko von Auffahrunfällen am Stauende würde sich erheblich erhöhen.
Darüber hinaus ließe sich die Sicherheit der Arbeiter und Verkehrsteilnehmer bei einem täglichen Verkehrsaufkommen von 18.000 Fahrzeugen unter fließendem Verkehr an der Baustelle nicht mehr im erforderlichen Maße garantieren.
Die Vollsperrung garantiert die beste Arbeitssicherheit und schafft den notwendigen Raum für einen effizienten Maschineneinsatz. Dies führt zu einer signifikant kürzeren Bauzeit, da die Arbeiten nicht durch den fließenden Verkehr behindert werden. Zudem ermöglicht die uneingeschränkte Arbeitsbreite eine nahtlose Asphaltierung der Fahrbahn. Die Qualität und die Langlebigkeit des neuen Straßenbelags werden hierdurch deutlich erhöht.
Das Staatliche Bauamt Traunstein bittet alle betroffenen Verkehrsteilnehmer sowie die Anlieger um Beachtung der Sperrzeit und Benutzung der ausgeschilderten Umleitungsstrecken. Damit können Behinderungen und Beeinträchtigungen minimiert werden.
Da für die Straßenbauarbeiten gute und trockene Wetterbedingungen vorhanden sein müssen, können sich die Arbeiten bei schlechtem Wetter verzögern bzw. verschieben.
Traunstein, 11.05.2026
Staatliches Bauamt Traunstein
gez.: Maltan
Baudirketor
